6. Dezember 2015 7 06 /12 /Dezember /2015 11:52

Es ist das Jahr 2011
Fast ein Jahr ist vorbei, wir fühlen uns wohl in Kolumbien.
Man kann sagen, unsere Entscheidung war richtig. Was bringt die Zukunft? Es ist vielleicht besser, man weiß nicht alles. Leben wir jeden Tag so, als wäre es der Letzte. Nicht einfach, aber so ein bisschen geht das schon. Und wenn ich die Nachrichten aus Deutschland/Europa so lese, nun, dann glaube ich kaum, das mich ein Flug nach Europa je reizen wird…

Die Kaffeezone mit ihren Landschaften, den Menschen, dem Klima. Es passt einfach zu uns. Hier haben wir gefunden, wonach wir viele Jahre suchten.
Und wie sagt man so schön:
No Risk, No Fun!

Und wer gerne einmal kennen lernen möchte, wie aufwändig der Kaffeeanbau ist, kann sich das bei uns anschauen.

Es ist soweit
Seit Ende Januar befindet sich meine Frau in Kolumbien und ich komme Ende Februar nach.
Somit beginnt für uns eine neue Zeitrechnung.

Gern erwarten wir unsere Gäste:
http://www.cafeteratours.com

Nun ist der September 2009 vorbei. Ich bin wieder in Deutschland, meine Frau hat den Aufenthalt in Kolumbien verlängert. Warum?

Nun, das war seit vorigem Jahr geplant. Aber es konnte immer etwas dazwischenkommen. Ist es aber nicht, sondern das Gegenteil.

Und so haben wir jetzt eine deutsch-kolumbianische Firma:

http://www.cafeteratours.com

Herzlich Willkommen in Kolumbien!

Mucos Saludos
Wolfgang

Es geht weiter…
Der erste Teil ist abgeschlossen, es beginnt der Zweite.
Noch ist ein bisschen Zeit, aber die Vorfreude schon groß.
Im September geht es wieder los. Diesmal über München-Madrid-Bogota nach Medellin. Von dort aus wollen wir u.a. einen Abstecher machen nach Guatapé.
Dann geht es über La Pintada wieder in die Kaffeezone nach Pereira.
Mal sehen, ob uns eine Casa gefällt ;)

Aber bis dahin müssen wir noch den Winter überstehen und versuchen, das Fernweh zu zügeln.

hasta la proxima vez
Wolfgang

Es hat zwar ein bisschen gedauert, aber 6GB Bilder und Filme sind nicht so leicht auf die Schnelle zu sortieren.
Die Bilder sind bis spätestens morgen Abend online.
Kolumbien betreffend sind es insgesamt 13 Alben.

Ich wünsche viel Spaß beim Betrachten. Sollte jemand dazu Fragen haben, nur zu.
Bei den Filmen weis ich noch nicht, ob ich sie bei Youtube einstelle.
Die Gesamtgröße ist immerhin über 3GB.
Wer daran Interesse hat, kann sich mit mir in Verbindung setzen.

Auch die Bilder möchte ich nicht “pauschal” im Blog veröffentlichen.
Den Link schicke ich gern auf Anfrage per E-Mail an:

wolfgang.glueck@gmx.net

zu.

Viele Grüße an alle Leser,
Wolfgang + Benita

Was bleibt als Resümee?
Hotels, in denen wir übernachtet haben:

Santa Marta: Casa Familiar, das ist ein Backpackerhostel.
Für uns ungewohnt einfach, aber liebenswürdig, sauber und Wohlfühlfaktor “sehr gut”. Liegt in der Nähe des Hafens und demzufolge ist die Gegend nicht besonders. Doch wir hatten nie Probleme mit der Sicherheit, sowieso in der ganzen Zeit nicht.
Preis pro Übernachtung – 28000 cop

Cartagena: Casa Viena, auch ein Rucksacktourihostel, wiederum in einem Viertel, welches nicht gerade dazu einlädt, dort für immer zu leben. Aber auch hier wieder liebenswürdig, sauber, Wohlfühlfaktor “sehr gut”.
Preis pro Übernachtung – 26000 cop (inkl. Internet)

Pereira: Hotel Mi Casita, nahe der Plaza El Largo mit Internetkaffee. War das erste “richtige” Hotel. Gut, sauber und die Besitzer freundlich, hilfsbereit.
Preis pro Übernachtung – 59000 cop

Bogotá: Hotel Maria Isabel Bogotá
Preis pro Übernachtung – 135000 cop

Menschen in Kolumbien: liebenswürdig, hilfsbereit besonders Deutschen gegenüber, familiär geprägt, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Sicherheit: Alles negative, was man über Kolumbien in Deutschland erfährt, haben wir nicht erfahren. Die gefühlte Sicherheit lag für uns bei 100%.
Sicher gibt es Gegenden, die man meiden sollte. Einfach die Kolumbianer fragen. Wir waren abends in Vierteln unterwegs, wo viele Deutsche aus Angst nicht gelaufen wären. Nach 24.00 Uhr waren wir in Kolumbien nicht unterwegs. Aber zu dieser Zeit würde ich mich auch in vielen Ecken Deutschlands nicht allein auf die Strasse trauen.

Polizeipräsenz: Für den ersten Moment gewöhnungsbedürftig, wenn man des Öfteren mit Maschinengewehren auf der Strasse konfrontiert wird. In Kaufhäusern, auf den Straßen, am Busterminal usw. ist auch jede Menge Security. Die Busse werden mehrmals kontrolliert. Als wir mit dem Taxi ausserhalb der Stadt unterwegs waren, mussten wir uns mit dem Pass für die Fahrt anmelden.
Aber wenn man die Vergangenheit Kolumbiens betrachtet, haben diese Maßnahmen
sich sehr positiv auf die Sicherheit des Landes ausgewirkt.

Meinungen der Kolumbianer: Diese sind sehr stolz auf ihr Land. Können sie auch sein! Was Drogen betrifft, so sind auch sie der Meinung, das die USA mehr in Kolumbien steuern, als alle Welt weiß.

Öffentliches Verkehrssystem, Busse Taxen: ohne viel Worte, einfach genial und wirkungsvoll.

Das Leben: Das Leben spielt sich größtenteils auf der Strasse ab. Bei dem Klima auch logisch. Wenn man die Action in den Städten verspürt, so fühlt man sich hier in Deutschland größtenteils wie auf einer Beerdigung. Man kann es einfach nicht vergleichen und schlecht beschreiben. Man muss es selbst erfahren.

Die Natur: Ohne viele Worte … faszinierend, man muss es selbst sehen!

Was haben wir vermisst: Da wir gern sehr gut essen, die deutsch/internationale Küche. Ist man jedoch länger in diesem Land, so kann man auch gute Küche finden. Als Beispiel das Casa Suiza in Cartagena.
Gruss hiermit an Markus. Auch die kolumbianische Küche kann mit gutem Essen aufwarten. Aber dazu gehört Zeit, das zu finden.

Was hat uns nicht gefallen: Klimaanlagen in Bussen und Taxen.

Was hat uns besonders gefallen: Cartagena bei Nacht, Playa Blanca auf Barú und die Bootsfahrt dorthin, die Landschaft in der Kaffeezone, die Liebenswürdigkeit der Menschen, die Musik, uvm.

Wovor hatten wir Angst: vor gar nichts

Straßenverkehr: Für uns chaotisch. Doch hier nimmt einer auf den anderen Rücksicht, gehupt wird was das Zeug hält, Geschwindigkeitsbegrenzungen und durchgezogene Mittelstreifen – wozu sind die da?
Aber – Unfälle haben wir nur zwei gesehen, ein Motorrad lag einmal an einer Baustelle an der Strasse und bei der Fahrt nach Bogota haben wir einen Bus gesehen, der wahrscheinlich zu nahe am Felsen gefahren ist. Da lagen zwei Busscheiben auf der Strasse. Das war es. Bestimmt passieren Unfälle, doch trotz oder gerade wegen der verrückten Fahrweise der Kolumbianer, passiert relativ wenig. Und das trotz vieler LKW´s und Busse, die nicht dem deutschen TÜV entsprechen.
Das fahren eines Mietwagens würde ich erst in ländlichen Gegenden beginnen :-)

Kontraste: Die Kontraste in Colombia sind sehr zahlreich. Einmal seitens der Landschaft, besonders aber im Leben. An einer Straße, an der Lebensmittel verkauft werden, arbeiten gleichzeitig Straßenkehrer mit Mundschutz. Auf der Straße liegt Müll, am angrenzenden Frisör wird mit Mundschutz gearbeitet. Ebenso beim Fleischer. In einem Geschäft haben wir uns 2 Brötchen gekauft, da hat aus Versehen die Verkäuferin eines angefasst. Schon wurde ein neues geholt.
In einer Eisdiele waren alle Verkäuferinnen mit Mundschutz ausgestattet, während man auf Hauptstraßen, besonders in Bogota vom Smok fast keine Luft bekommt. Arm und reich liegen sehr oft nah beieinander.
In den Straßen kann man leicht über Obdachlose stolpern, währen es 100m weiter die schönsten Villen gibt. Hier die Herzlichkeit und Offenheit der Kolumbianer, da die mit Stacheldraht eingezäunten und streng bewachten Häuser und Wohnanlagen.
Aber Neid haben wir nirgends gespürt, schon gar nicht uns gegenüber.

Klima: Es gibt viele Klimazonen. Dort wo wir uns aufgehalten haben, war es immer warm, manchmal heiß, trotz fast jeden Tag Regens. Dadurch ist natürlich die Vegetaion phantastisch.

Womit haben wir nicht gerechnet: Mit Kiefernwäldern, mit fehlenden Mücken – ein paar waren in der Karibik – aber auch nicht mehr als in Deutschland. Das war aber bestimmt nicht repräsentativ.

Was machen wir nächstes Mal anders: Essen ausserhalb des Zentrums der Städte, das ist wesentlich billiger. Die Sehenswürdigkeiten anschauen, zu denen wir dieses Mal keine Zeit hatten, z.B. Tayrona und Medellin. Mehr Früchte mitbringen.

Was haben wir nach der Reise zu tun: Die Kontakte zu den Menschen, die wir kennenlernen durften, pflegen. Mehr spanisch lernen.
Unsere positiven Erfahrungen aus Kolumbien weitergeben.

Wohin geht unsere nächste Reise: Nach Kolumbien!

Wer nähere Fragen hat: E-Mail an – wglueck@gmx.de

Anmerkung: Das Reisetagebuch in Form des Blog´s beruht auf eigenen Erlebnissen und Meinungen und erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und Allgemeingültigkeit!

Nun sind wir wieder zuhause…
Mittwoch abend sind wir an die Rezeption und haben das Zimmer bezahlt. Das war gar nicht so einfach. Wir wollten mit Kreditkarte bezahlen, doch irgendwie hat das nicht funktioniert. Dann sind wir mit “Begleitschutz” von Andrés zum Automaten und haben Bargeld geholt. Die ganze Aktion hat dann 45 min. gedauert.

Am Donnerstag früh haben wir dann in stiller Trauer die Koffer vor die Tür des Hotels in Pereira gestellt, natürlich nicht ohne uns gebührend von dem Hotelpersonal zu verabschieden. Auch Gina kam schnell noch einmal aus ihrem Internetkaffee und umarmte uns. Dann ab ins Taxi, rein in den Bus.
Diese Klimaanlagen, ich hasse sie!
Warum künstliche Winterstürme erzeugen, wenn man es doch schön warm haben kann?

Im Bus habe ich dann einen kleinen “Anpfiff” bekommen. Habe ich mir doch getraut, den Lüftungsschlitz der Klimaanlage über mir zu verdrehen. Schon stand der Busfahrer da und erklärte mir, dass man da nicht dran dreht.
Er kannte wohl die Qualität eines Mercedesbusses nicht und hatte Angst, ich mache etwas kaputt.
Die Fahrt ging an Armenia vorbei hoch in die Berge. Am Berggipfel, ca. 3000 m Höhe, mussten alle raus aus dem Bus zur Kontrolle durch die Polizei. Ausweise vorzeigen, Männer wurden abgetastet. Wir hatten unsere Pässe als erstes wieder.
Dann ging es weiter, diesmal bergab nach Ibagué. Dort hatten wir eine Pause und konnten zu Mittag essen. Draußen 30°C. Also raus aus den “Wintersachen” und aussteigen. Das Essen hat sogar geschmeckt! Dann wieder Wintersachen an und weiter ging es. Diesmal eine längere Zeit in der Ebene. Dann wieder bergauf nach Bogota.
Die ersten Kilometer in Bogota waren geprägt von viel Staub und einfachen Häusern. Weiter Richtung Norden wurde es immer freundlicher.
Am Busbahnhof angekommen, stiegen wir in ein Taxi und fuhren zu dem Hotel, welches wir uns im Reiseführer ausgesucht haben. Nur existierte es wohl nicht mehr. Der Taxifahrer hat dann mehrfach auf der Strasse gefragt, aber keiner kannte es. Die angegebene Hausnummer war auch nicht zu finden.
Wir haben dann wie schon in Pereira dem Taxifahrer vertraut und er fuhr uns quer durch die Stadt, ca. 10 km, in ein anderes Hotel im Stadtteil Teusaquillo.
Vor dem Hotel stand ein “Hotelcheriff” mit Hut und “Knopf im Ohr”.
Dann kam gleich noch ein Page, führte uns an die Rezeption und wir fragten nach einem Zimmer. Klar, gab es. Aber wie befürchtet ziemlich teuer.
135 Dollar/Nacht. Benita hat geistesgegenwärtig nach einem günstigeren Zimmer gefragt, wieder einmal halfen ihre Enlischkenntnisse weiter und siehe da, es gab auch ein Zimmer ohne King Size Bett für 46 Euro.
Das war zwar klein, aber für uns völlig ausreichend.
Mittlerweile war es auch 19 Uhr geworden und wir hatten Hunger. Draußen schon wieder dunkel und rein in das Viertel und nach etwas essbarem gesucht.
Haben wir dann auch gefunden, war aber wirklich nur essbar, nicht mehr.
Zum Frühstück am nächsten Morgen sind wir in eine gegenüberliegende Panateria gegangen. Das war dann schon wesentlich besser.
Jetzt hatten wir noch etwas Zeit bis zum Abflug. Wir haben uns entschlossen mit dem Transmilenio in Richtung Norden zu fahren. Dort sind wir an irgendeiner Haltestelle ausgestiegen, noch etwas umhergelaufen und wieder zurückgefahren. In unserem Stadtteil wieder angekommen bin ich wieder aufgefallen. Ein Polizist kam auf uns zu und zeigte auf meine Kamera. Hatte ich doch den Verkehr mit dem Transmillenio gefilmt. Ich wusste erst gar nicht was er meint, aber mit viel Lachen und Zeigen habe ich dann verstanden.
Der Transmillenio darf nicht gefilmt oder fotografiert werden. Doch wie bei jedem Kontakt mit der Polizei in Kolumbien kam nie ein ungutes Gefühl auf auf. Im Gegenteil! Freundlich ohne Ende.
Dann sind wir noch in dem Viertel bisschen umherspaziert, haben einer Jungendband zugehört, die Musik gemacht hat und sind dann wieder ins Hotel zum Packen. Das hoteleigene Taxi hat uns dann zum Flughafen gebracht. Mit dem Taxifahrer hatten wir dann wieder eine längere Konversation. Die Frage wie immer, wie hat uns Kolumbien gefallen? Er gab uns noch seine Visitenkarte, damit wir ihn beim nächsten Besuch gleich anrufen können, damit er uns vom Flughafen abholt.
In der Nähe des Flughafens habe ich dann noch eine 3 kg Papaya gekauft. Die wird gerade zum großen Teil zu Marmelade verarbeitet und die Kerne natürlich getrocknet (Vitaminbombe:-)!)

Jetzt ging es ein klein bisschen chaotisch zu.
Im Flughafen wurden wir gleich am Eingang wieder freundlich kontrolliert und das bis zum Einsteigen in den Flieger noch mehrmals.
Dann den Schalter gesucht, an dem man sich den Stempel abholt, um keine Ausreisesteuer zu bezahlen. Nicht gefunden, einen netten Kolumbianer gefragt, der dann mit Benita zu einem Schalter ist und peng, war der Stempel drin. Ich habe mich derweil an einer endlosen Schlange am Check In angestellt.
Bis wir dann einschecken konnten vergingen fast 2 Stunden.
Ein Chaos am Schalter der “Iberia,” furchtbar. Benita wurde immer nervöser, aber mit ein paar Streicheleinheiten wurde sie wieder ruhiger.
Was wir erst in der Wartehalle kurz vor dem Einstieg in den Flieger erfuhren war, dass am Vorabend ein Flieger ausgefallen ist und die Fluggäste auf die heutigen 2 Maschinen aufgeteilt wurden. In der Wartehalle bemerkten wir, dass wir die vorletzten waren, die mit dieser (von uns gebuchten Maschine) auch mitkamen.
Ich in Reihe 10, Benita in Reihe 49.
Na, ja. Hauptsache wir bekamen in Madrid unseren Anschlussflug nach München.
Dort sind wir dann pünktlich gelandet, vom Airparkservice abgeholt worden und dann wieder nach Hause gefahren. Und das bei Graupelschauern- grauenhaft!

Auf der 2-stündigen Fahrt nach Hause habe ich mich auf den Strassen nicht so sicher gefühlt, wie in den ganzen 3 Wochen in Kolumbien!!!

Also liebe Leute, besucht das Land und hört mehr auf die guten Nachrichten, als auf die schlechten.
Vorsicht ist jedoch immer angebracht!
Aber – ein Hund merkt auch, wenn man Angst hat.

Wenn ich im Strassenverkehr in Kolumbien einen Fehler mache, dann ist noch jemand der aufpasst!
In Deutschland regiert eher der Ellenbogen.

Unsere nächste Reise, wohin wird sie gehen?
Ist ja wohl klar…:-)

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Letzter Tag Pereira
von muchosuerte @ 2008-10-01 – 21:20:13
Gestern Abend hat Benita von Gina noch ein paar Salsaschritte gelernt.
Dann sind wir auf dem Weg zum Zimmer noch bei Kolumbianern aus dem Hotel haengen geblieben und sollten unbedingt “Mensch aergere dich nicht” mitspielen. So wurde der Abend doch laenger als geplant.

Frueh hat es stark geregnet und wir dachten, der Tag faellt ins Wasser. Aber ab 9 Uhr schien wieder die Sonne.
Zuerst haben wir am Busterminal die Fahrt nach Bogota gebucht.
Der Bus geht morgen 8:15 Uhr und faehrt ca. 8 h.
Bezahlt haben wir dafuer 43000 cop pro Person.

Da unsere Beine nun groessere Touren nicht mehr mitmachen, sind wir mit dem Bus noch einmal quer durch die Stadt gefahren. Zuerst nach Cuba, dort ein bisschen durch die Strassen geschlendert und dann mit dem “Megabus” nach Dosquebradas, ans anderen Ende der Stadt. Aber nun wollen die Beine eine wohlverdiente Ruhepause.
Danch gehen wir dann noch einmal an eine Saftbar, Maracujasaft trinken.
Oh, wie wird uns das fehlen in D.

Das wird nun erst einmal der letzte Eintrag. Im Laufe naechster Woche werde ich die Reise um die letzten 2 Tage ergaenzen, sowie die Bilder aufarbeiten und einstellen.

Viele Gruesse das letzte Mal aus Colombia.
Wolfgang + Benita

Umgebung Pereira
von muchosuerte @ 2008-10-01 – 03:40:30
So wie wir das vor hatten, in die Berge zu wandern, klappte doch nicht.
Im Hotel hat man uns davon abgeraten. Es gibt hier keine Wanderwege und das waere dann zu gefaehrlich.
Also haben wir uns etwas anderes ausgedacht.
Mit Haenden und Fuessen haben wir unserem Rezeptionisten erklaert, wo wir nun hinwollen. Er hat dann drei Mal telefoniert und uns den Weg skizziert.
Also rein in ein Taxi, Skizze gezeigt…alles klar.
Am Hotel La Casona, ausserhalb Pereira´s raus und per Pedes rein in die Natur. Vorbei an Fincas und einer Englisch-Schule und wieder zurueck auf die Hauptstrasse. Dann bergauf die Strasse entlang, links rein. Wieder an schoenen Fincas/Casas vorbei. Das Traumhaus meiner Frau war auch dabei :-)
Doch mein Chef hat dafuer das Geld noch nicht ueberwiesen :-)
So ein Mist aber auch!
Im vollen Vertrauen auf die nicht vorhanden Ortskenntnisse meiner Frau sind wir einfach rein in die Wildnis. Immer weiter den Weg entlang. An einem Fluss vorbei und tatsaechlich, wir kamen nach ca. 6 km wieder auf die Strasse. Da fing es an zu regnen, also wieder den naechsten Bus genommen, erstmal in die falsche Richtung, aber no problem. Nach 45 min Busfahrt waren wir dann wieder in der Stadt.
Einkaufen, Eis essen, shoppen gehen…Geld ist alle!
Kein Geld fuer den Rueckflug!
Was tun? Singen auf der Plaza Bolivar…kann aber nun etwas
dauern bis wir das Geld wieder zusammen haben :-)
Na ja, so schlimm ist das nun auch wieder nicht.

Es regnet zwar jeden Tag, doch immer bei Sonnenschein.
Das Klima ist einfach herrlich. Hier fuehlt man sich auch bei Regen wohl!

Jetzt flirten wir noch ein wenig mit Gina unserer “Internet-Chefin”
und trinken einen Piña Colada.
Hasta mañana!

Da wir ein bisschen spaet dran waren fuer den Direktbus, nahmen wir den Umweg ueber Armenia. Es ging wieder los im Taxi zum Bus, rein in den Bus nach Armenia, umsteigen und weiter nach Salento.
Das Wetter spielte mit und so haben wir das kleine Dorf erkundet. Sehr schoen gelegen, allerdings fehlt der kolumbianische Charme, da alles sehr touristisch angehaucht ist. Aber die Strasse dorthin und die Landschaft ringsum sehr schoen. In dem Dorf sind viele schmucke kleine Laeden auf dem Weg zum Aussichtspunkt.

Nur plagten uns beide heute Kopfschmerzen, obwohl wir abends keine Drogen zu uns genommen haben :-)
Deswegen sind wir 15:30 Uhr wieder zur Plaza, rein in den Bus und schon ging es wieder los nach Pereira.
Also der oeffentliche Busverkehr…Mister Spok wuerde sagen – faszinierend!
Egal wo man sich befindet, man kommt immer irgendwie weiter. Und das schnell.
Heute waren wir allein unterwegs! Hoffentlich bekommen wir keine Minderwertigkeitskomplexe. Kein Kolumbianer hat uns heute angesprochen. Das haengt allerdings wahrscheinlich auch mit dem ausgesuchten Ziel zusammen. Dort wo das normale kolumbianische Leben stattfindet, ist es einfach herzlicher.

Bild und Filmmaterial habe ich jetzt schon ueber 5GB.
Man kann fotografieren ohne Ende…

Da es uns hier sehr gefaellt, haben wir beschlossen, so lange wie moeglich zu bleiben. Somit fahren wir erst Donnerstag nach Bogota, uebernachten einmal und fliegen Freitag zurueck.
Morgen wollen wir versuchen, eine Wanderung auf den Bergen um Pereira zu machen. Wir wissen nur noch nicht, wie wir am besten hochkommen. Aber die Kolumbianer werden uns schon wieder den Weg weisen :-)

La Florida II
Frueh 6:50 klingelt der Wecker, muss natuerlich zumindest den Anfang der Formel 1 sehen. Ferrari hat ja wieder schoene Sch… gebaut!
Dadurch waren wir zeitig fertig mit Fruehstueck und motiviert wie wir sind,sind wir zur Chiva-Station ueber einen Umweg gelaufen. Kaum im Bus, ging es schon los. In La Florida angekommen haben wir uns dann den Naturpark vorgenommen. Mitten durch die Natur haben wir bei unserer Geschwindigkeit eine kolumbianische Familie ueberholen wollen, wurden aber gleich angesprochen und so waren die naechsten Stunden von englischen Gespraechen gepraegt. Wie sollen wir nur spanisch lernen? :-)
Und wieder eine E- Mail Adresse mehr im Gepaeck!
Durch wiederholten Regen wurden wir in unserem Tatendrang gebremst. Dafuer heute kulinarisch entschaedigt. Heute haben wir das erste Mal eine Art Arepa gegessen, die uns geschmeckt hat. War in der Form wie ein Fleischklops, aber aus Mais mit Zwiebelfuellung und cross gebacken.

Kennengelernt haben wir bis jetzt:
Ricky, 2x Natalie, Juan Andres, Luisa, Juan Carlos, France, Conny, Fabio, Gina, John, Sammy, Camilla und und und…
Die meisten Namen haben wir uns nicht gemerkt.

Freitag naechste Woche geht der Rueckflug… das ist wirklich dumm.
Aber noch haben wir jeden Tag etwas vor. Morgen geht es wieder Richtung Armenia.

La Florida
Heute als wir aufgestanden sind, wussten wir noch nicht so richtig, wo es hingehen soll. Kurzfristig entschieden wir uns trotzt trueben Wetters fuer La Florida. Rein ins Taxi, hin zum Parkplatz fuer Chiva’s rein in den Bus und schon ging es los. Chiva, ich hoffen es schreibt sich so, sind Busse mit Dach, an der Seite Planen und mehrere Reihen Sitzbaenken.
Natuerlich mit Musikanlage. Einfach fetzig.
Vor La Florida sind wir schon ausgestiegen, um uns ersteinmal die Landschaft anzuschauen. Wir sind dann ein Stueck in die Natur und haben unterwegs Kinder mit Suessigkeiten beglueckt. Zurueck auf die Strasse sind wir dann nach La Florida gelaufen. Unterwegs wieder in einem “Saftladen” eingekehrt und Madarinensaft frisch gepresst getrunken.
Der dortige Besitzer konnt englisch und schon war Benita wieder beim quatschen. Dann ging es weiter und bevor ein Gewitter einsetzte, erreichten wir geradeso noch einen Unterstand an einem kleinen Laden.
Haben wir halt etwas zu Essen gekauft und 1 Stunden mit einen kleinen Hund gespielt. Schon wollten wir die naechste Chiva wieder zuruecknehmen, klarte es etwas auf und wir sind weiter. In La Florida angekommen hat es uns ein kleines huebsches Restaurant angetan. Also rein, essen und trinken. Das Wetter war aber nicht sehr bestaendig, so das wir im naechsten Bus zurueck sind.
La Florida ist ein kleines Idyll, so das wir morgen wieder hinfahren und eine Wanderung durch die Natur machen. Mittlerweile sind wir ja fit wie ein Turnschuh :-)
Heute waren es bestimmt wieder 15km, die wir gelaufen sind.
Zurueck in Pereira wird man wieder von dem pulsierenden Leben empfangen.
Da ist Ulm ein verschlafenes Nest dagegen.
Unglaublich wie 10 Schuhlaeden und 10 Brillenlaeden nebeneinander existieren koennen. Ich wuerde gern einmal die Geschaefte zaehlen, die es in dieser Stadt gibt. Einfach unglaublich!
Heute haben wir zum ersten mal einen Motorradunfall gesehen. Nach den vielen Kilometern, die wir mit Bus und Taxi unterwegs waren, auf Strassen, da wuerde mancher deutsche Mercedesfahrer sein Auto druebertragen sowie den vielen Kurven und der besonderen Fahrweise der Kolumbianer, ist das erstaunlich. Hier schlaeft auch kein LKW oder Busfahrer ein. Ueberholen bei Gegenverkehr und Geschwindigkeitsueberschreitungen sind normal. Und es geht!
Und auf Deutschlands super ausgebauten Strassen, sind manche zu doof, durch einen Kreisverkehr zu fahren. Mir graut jetzt schon wieder vor den Autos mit Guenzburger Kennzeichen, die mit 70 km/h die Landstrasse blockieren.
Jetzt muss ich schnell noch ein paar Vokabeln im Internet uebersetzen,
wir haben, Alzheimer laesst gruessen, unseren Langenscheidt zu Hause liegen lassen.

Manizales
Heute frueh waren wir wahrscheinlich zu spaet am Bus nach Solento. Der naechste fuhr erst am Nachmittag. Also sind wir nach Manizales.
Die Tour war etwas holpriger als nach Armenia. Jede Menge Baustellen.
In Manizales angekommen sind wir gleich vom Bus Terminal hoch zum Aussichtspunkt. Dabei hat es uns ein Turm angetan “Torre al Cielo”.
Sah aus wie ein Aussichtsturm. Ich gleich jemand gefragt, ob wir hoch koennen. Aber nein, ging nicht, da war wohl eine Baustelle. Das hat ein junger Kerl gehoert, uns mitgenommen, jemanden gerufen und schon kam ein Kolumbianer und begruesste uns in seiner Stadt/Land.Erst einmal entschuldigte er sich, das gerade gebaut wird und wir nicht bis zur obersten offen Platt form konnten. Aber wir koennen bis zur oberen
Etage gehen. Klaro, haben wir angenommen und 1 Stunde eine Fuehrung in englisch bekommen – ueber die Stadt, die Landschaft, die Gebaeude und natuerlich fragte er uns wie jeder/jede, wie es uns in Kolumbien gefaellt.
Er hat dann gleich noch einen Kumpel angerufen, der musste von uns Bilder machen und nun stehen wir demnaechst in der oertlichen Zeitung!
Auch haben wir ihm gleich noch die Mail-Adresse gegeben, damit er den Beitrag an uns mailen kann. Bin mal gespannt, ob das klappt.
Manchmal ist man einfach sprachlos…
Dann ging es auf den Aussichtspunkt, eine Art Denkmal. Unterwegs noch Saft und Kaffee getrunken. Kaum waren wir dort und haben die ersten Bilder von der herrlichen Landschaft gemacht, kam ein Maedchen an und erzaehlte uns auf spanisch einiges ueber die Skulpturen, die dort standen. Natuerlich auf spanisch. Wir,no entiendo, sie hat aber auch tapfer durchgehalten.
Dann wurde es doch ziemlich schnell finster und begann heftig zu regnen.
Untergesessen haben wir dann in einem Restaurant, diesmal hat es sogar geschmeckt und sind dann weiter ins Zentrum.
Zurueck sind wir dann wieder mit dem Bus – eine Fahrt kostet 9000 Cop also umgerechnet 3 Euro.
Im Bus hinwaerts hatten wir schoene Musik, im Bus rueckwaerts lief ein ekelhafter Film. 100000 Schuss Munition, jede Menge Handgranaten Bomben und natuerlich Tote. Na ja, das muss eigentlich nicht sein.
Jetzt geht es nochmal ins Stadtleben.

Bis morgen…

Parc del Cafe
Heute frueh war es regnerisch. Wir haben uns trotzdem entschlossen, den Parc del Cafe in Montenegro in Angriff zu nehmen. Also los mit dem Taxi zum Busterminal. Fahrkarte nach Armenia gekauft und rein in den Bus.
Neben uns setzte sich eine junge Kolumbianerin mit ihrem Kind…und schon war der Tag gebongt. Noch vor der Abfahrt sprach sie uns an und zeigte uns alle ihre Bilder auf der Kamera vom Besuch des Zoo’s in Pereira. Also brauchen wir nun nicht mehr dorthin :-)
In Armenia ausgestiegen und schon nahm sie uns “an die Hand”, denn sie wollte auch in den Park. So sind wir zusammen umgestiegen in den naechsten Bus und verbrachten dann den ganzen Tag zusammen im Park.
Mal trug ich von Natalie ihren Sohn Juan-Andres auf den Schultern, mal fotographierten wir uns gegenseitig. Wir sind dann auch zusammen zurueckgefahren. Am Busterminal in Pereira angekommen, wollten wir uns verabschieden und stellten dabei fest, dass wir auch noch im gleichen Hotel wohnen!

Zum Park:
Nachdem wir bei unseren Reisen schon viel gesehen haben – Korsika-Suedtirol-Toskana-Comer See uvm. sind die Erwartungen an eine schoene Landschaft, die uns begeistert natuerlich sehr hoch.
Die Umgebung von Armenia und der Park hat alle Erwartungen uebertroffen.
Schoene Strassen, viele Berge, Waelder, Bananenplantagen unterwegs und erst der Park. Man kann es nicht einfach beschreiben, man muss es sehen.
Ich kann mir nachher noch einmal die Bilder anschauen, ihr muesst noch ein bisschen warten :-(
Wenn man im Zentrum von Pereira sitzt, kann man sich diese andere Welt gar nicht vorstellen.
Morgen geht es nach Salento, soll auch sehr schoen sein.
Dann wuensche ich weiter viel Vorfreude auf die Bilder…

Kurz noch eine Anmerkung zur Sicherheit:
Bisher lief alles problemlos, ueberall sind Polizeikontrollen. Man fuehlt sich sicherer, als auf deutschen Autobahnen. Wir hoffen mal, dass es so bleibt.

Hasta mañana

Panaca
Was ist Panaca?
Das wussten wir bis heute Mittag auch nicht…
Aber erst noch ein Nachtrag zu gestern.
Wie sind wir auf die Bibliothek gekommen? Es half der Zufall. Ein Taxifahrer aus New York hat uns den Tip gegeben. Nun sind wir ja nicht in USA sondern in Colombia…
Wir haben eine Pizza gegessen und schwupps, sprach mich der Chef in englisch an. Ich gleich meine “Englaenderin” gerufen und schon haben wir ein paar Infos mehr ueber Kolumbien bekommen. Wie schon so oft, lernten wir wieder die Kontaktfreude der Kolumbianer kennen.
Er erzaehlte uns eben auch,das er eine Zeit in NY Taxi gefahren ist.

Aber nun zu Panaca.
Wir hatten uns im Reisefuehrer ein Ziel rausgesucht, unseren Taxifahrer John angerufen und ihm gesagt, wir wollen nach Quimbaya. Gelesen hatten wir von einer Entfernung von 14km.
Alles soweit klar, wir steigen ein und los geht es. John hat einen Pass von uns verlangt und ist erst an den Aeroporto gefahren, wahrscheinlich wegens Sicherheitsaspekten, die Fahrt anzumelden. Hat irgendwie nicht richtig geklappt, zurueck ins Zentrum. Dort alles klar gemacht.
Dann ging es los. Er meinte in einer Stunde sind wir da.
Da habe ich ihm dann meinen Reisefuehrer gezeigt und die angegebene Entfernung von 14km. Wurde er auch stutzig, hat telefoniert und uns dann zu verstehen gegeben, das es zwei Quimbayas gibt.
Nach ein paar mal hin und her haben wir uns dann entschlossen, seiner Route weiter zu folgen.
Und es hat sich gelohnt!
Kaum raus aus der Stadt, eroeffnet sich eine atemberaubende Landschaft. Unterwegs haben wir ein paar mal angehalten und Bilder gemacht.
Angekommen in Quimbaya sind wir dann in den “Parc Panaca”.
Das ist ein Park der Landwirtschaftskultur, wo verschiedene Sachen gezeigt werden. Zuckerherstellung, Rinder, jede Menge Pferde (es war auch ein Hanoveraner dabei)und eine phantastische Parkanlage.
Habt Geduld…Bilder folgen noch wie versprochen am Ende der Reise.
Das Wetter war wieder Klasse. Es waren bestimmt an die 30 Grad.
Dieser Ausflug hat uns zwar 100 Euro gekostet, hat sich aber gelohnt.
Wir haben uns gefreut einen Guide zu haben, er hat sich gefreut, so viel Geld zu verdienen. So hatten wir eine Menge Spass.
John ist dann mit uns durch den Park gelaufen, hat von Benita den Rucksack getragen und uns verschiedene Dinge erlaeutert. Nachmittags sind wir dann zurueck gefahren.
Wir haben dann noch einen “billigen” Ausflug mit dem Bus ans Ende der Stadt gemacht.
Und jetzt solltem wir auch wieder etwas essen.
Ja, da blieb wieder einmal nach langem Suche Pollo blanko mit Patas a la francesa und Ensalada. Benita hat sich dann noch ein Stueck Kuchen gekauft.
Und der ist dafuer sehr lecker, wenn man den richtigen “Laden” gefunden hat. Ein Berliner oder gefuellter Donat hat ein gefuehltes Gewicht von 500g. Einmal reinbeissen, und schon laeuft die Fuellung auf die Hose…
Liebe Baecker in Deutschland, waer das nicht ein Geschaeftskonzept?
Aber wird ja nichts, der kostet dann ja 3 Euro :-(
Was essen wir sonst noch:
Ananas, Mango, Maracuja, Banane, Papaya und trinken natuerlich oefters Fruchtsaefte.
Mal schauen, was wir morgen unternehmen.
Vielleicht einen Besuch im Parc del Cafe.
Hasta luego…

1. Tag Pereira
Nun haben wir schon die erste Nacht hier geschlafen. Wir hatten uns im Kolumbienreisefuehrer 2 Hotels rausgesucht und dem Taxifahrer die Adressen gegeben, aber er hat uns zu verstehen gegeben, die liegen in einer schlechten Zone und das waere nichts fuer uns. Voller Vertrauen auf die Kolumbianer haben wir uns dann zu einem anderen Hotel fahren lassen. Und das war gut so. Er hat so lange gewartet, bis wir uns 6 Zimmer angeschaut und dann entschieden haben, hier zu bleiben.
Die Nacht mit Fruehstueck kostet fuer uns zwei 20 Euro (inkl. Fruehstueck). Wir muessen nun nur noch der Kueche plausibel machen, dass wir fettigen Speck mit Bohnen und matschigen Reis und dazu Maisfladen(Arepas) nicht so moegen. Aber das bekommen wir hin.
Mit der Sprache habert es natuerlich gewaltig, aber das ist natuerlich gleich ein Anreiz dazuzulernen.
Beim Anflug mit dem Flieger konnte man schon die Schoenheit der Landschaft mitbekommen. Jetzt muessen wir mal sehen, wie wir uns am besten die Gegend anschauen. Heute ersteinmal die naehere Umgebung.
Unser Taxifahrer hat uns seine Telefonnummer gegeben. Wenn wir ihn brauchen, sollen wir ihn anrufen und er kommt.
Das werden wir bei Bedarf auch nutzen.
Pereira haben wir zu Fuss erkundet, auf der Suche nach einem Stadtplan.
Nach vielen Kilometern laufen und vielen Fragen sind wir dann zur Bibliothek gekommen und haben uns einen Stadtplan in einem grossen Atlas angesehen. Einen Stadtplan zu kaufen ist nicht moeglich. Selbst ein Buchladen ist nicht zu finden. Die Stadt selbst gibt nicht viel her. Aber man hat schon teilweise eine schoene Sicht auf die Umgebung.
Nachdem wir nun wieder einmal mindestens 15-20 km gelaufen waren, sind wir dann auch nicht so spaet ins Bett.
Heute wollen wir uns von John dem Taxifahrer in einen Park fahren lassen.

Playa Blanca
Gestern sind wir mit dem Boot an die Playa Blanca gefahren…ohne viel Worte. Einfach geil. Schon die Bootsfahrt, mehr eine Speedbootfahrt. Und der Strand, ein echter karibischer Strand. Wir haben Stunden nur im Wasser verbracht, mit den Folgen eines leichten Sonnenbrandes.
Bilder wie schon erwaehnt spaeter.
Abends trafen wir in der Stadt einen Deutschen, der hier laengere Zeit lebt
und haben uns sehr interessant unterhalten. (Gruss an dich von hier aus noch einmal)
Jetzt geht es zum Fruehstueck, dann nochmal baden und dann ist packen angesagt. 16 Uhr geht der Flieger nach Pereira.
Wir wissen zwar immer noch nicht, wo wir schlafen werden, aber wir werden etwas finden.

4.Tag Cartagena
Gestern waren wir also noch in der Altstadt, wie jedesmal einfach traumhaft. Staedte mit Geschichte sind einfach sehenswert. Wenn sie denn so hergerichtet sind wie diese.
Gefruehstueckt hatten wir gestern uebrigens bei einer “Deutschen”. Aber heute morgen gehen wir wieder bei die Kolumbianer.
Die Gesichter der Menschen geben einfach von der Freundlichkeit viel mehr her.
Die Buchung des Fluges nach Pereira ging sowas von perfekt, wie eigentlich alles bis jetzt auf der Reise. Da kommt man nur ins Staunen.
Und der oeffentliche Nahverkehr!!
Am liebsten wuerde ich jede Busfahrt filmen. Jedesmal ein Erlebnis.
In Deutschland natuerlich allein schon wegen der Temperaturen und des TUEV
nicht moeglich. Ich glaube die Busfahrer werden nach Kilometer bezahlt.
Einsteigen, Aussteigen fast waehrend der Fahrt, abrupt anfahren und bremsen und natuerlich hupen. Wer hier keine Hupe hat, verdient kein Geld. Wir sind auf der Strasse bestimmt schon mehr als tausend mal angehupt worden. Jeder Bus oder Taxi sucht Fahrgaeste.
Aber ich find es toll. Hier wartest du keine 2 Minuten, schwupps und schon hat dich einer “eingesammelt”
Da wir aber gern auch einmal mehr als 2km laufen, fahren in dieser Zeit natuerlich eine Menge Taxis und Busse an uns vorbei, mit dem entsprechenden Hupkonzert.
Was ein bisschen nervt, sind die fliegenden Haendler. Aber man kann es den Menschen nicht uebel nehmen. Jeder versucht durch Verkauf von allen moeglichen Dingen, zu etwas Geld zu kommen. Hier ist nichts mit Hartz4, hier muss jeder kaempfen und die Kolumbianer machen das.
Eigentlich lobenswert.
Da wir gestern den Flug nach Pereira gebucht haben, ergibt sich die Aenderung, das wir nun doch nicht wie geplant nach Medellin reisen.
Schade, aber mein Chef gibt mir nicht mehr Urlaub. Ich haette eigentlich mindestens 10 Wochen gebraucht.
Und Chef…Cartagena ist teuer,ich brauch mehr Geld :-)

Heute wollen wir mit dem Boot an die Playa Blanca. Mal sehen ob das Wetter mitspielt. Jetzt geht es aber erst einmal zum Fruehstueck.
Schnell Benita noch wecken. Ist schon 6:50 Uhr! Wie kann man nur so lange schlafen… :-)

3.Tag Cartagena
In der Nacht hat es heftig geregnet, vor unserer Tuer stand das Wasser,
aber im Laufe des Vormittages hat sich alles wieder beruhigt. Da wir “Alten” ja noch fit sind, marschierten wir an den Strand Bocagrande und zurueck, buchten fuer Montag den Flug nach Pereira und werden gleich wieder zur Altstadt in den Abend gehen. Da war gestern heisse Musik von einer Band aus San Andres und kleinere Darbietungen von Kindern und Jugendlichen. Abends ist Cartagena einfach noch schoener. Ein Feeling wie in Monaco oder Nizza, natuerlich im reicheren Viertel. Wenige Strassen weiter schlafen dann Menschen in einem Karton auf der Strasse.
Aber so ist die Karibik.
Wenn ich mehr Zeit haette, wuerde ich noch Naeheres schreiben. Aber die Altstadt und die Musik ruft…
Bis bald wieder…

Nun haben wir uns schon eingelebt auf der 2.Station unserer Reise.

Heute frueh war das Wetter perfekt fuer eine Besichtigung der Festung. Wir hatten eine Fuehrung (auf spanisch). Man musste eben spanisch koennen.
Die Fuehrung war sehr interessant, jede Menge Geheimgaenge und Fallen fuer Eindringlinge. Da wuerde ich gern mal unsere Politiker durchjagen.
(Ich bin boese, ich weis.)
Nachmittag sind wir wieder baden gegangen. Wassertemp. ca 8-30 Grad.
Einfach herrlich! Da moechte man die Nacht auf der Luftmatratze im Meer verbringen.
Jetzt geht es wieder in die Innenstadt, mal sehen was heute an Musik geboten wird.

Cartagena
Unsere Reise ging gestern perfekt weiter nach Cartagena. Der Bustransfer war klasse und wir sind direkt vor unserem naechsten Hostel, dem Casa Viena abgestiegen. Das Wetter hat sich wieder an die von uns bevorzugten Temperaturen angenaehert. Gestern Abend waren wir dann schon auf Tour durch die Altstadt. Aber nun stecken wir gleich wieder in einem Dilemma.
Laenger hierbleiben und dafuer Medellin auslassen oder nicht??
Wir werden eine Loesung finden. Jedenfalls ist Cartagena sehr schoen.
Im Hostel sind auch wieder alle freundlich, doch ich weiss nicht ob manche hier denken… was machen die “alten Knacker” hier? Jedenfalls sind wir mit Abstand die aeltesten. Ansonsten wie ueblich nur Jugend.
Doch wenn ich mir vorstelle, in einem Hotel zu wohnen, in dem alles so Alte sind wie wir, oh nein, das macht hier mehr Spass.

Am Mittwoch Abend trafen wir uns noch einmal mit Ricki und sind im Carrefour gewesen. Auch das war wieder ein netter Abend.

Mal sehen was uns heute so einfaellt. Jedenfalls noch einmal Altstadt und…

Viele Gruesse aus der Karibik
Wolfgang und Benita

Kaelteinbruch
Gestern Abend haben wir uns mit Ricki und seiner Freundin getroffen und hatten einen netten Abend.

Oh je, heute regnet es und die Temperatur ist abgestuerzt auf 25 Grad. Aber ich glaube in Deutschland haetten wir uns gefreut :-)
Mich hat es ein bissl erwischt, die Taxen und ihre Klimaanlagen. Irgendwann eroeffne ich einen Verein zum Kampf gegen Klimaanlagen :-)
Da das Wetter heute nicht mitspielt, tummeln wir uns in Santa Marta statt in Tayrona. Morgen frueh geht es weiter nach Cartagena. Mit Bildern sieht es schlecht aus. Habe die Zeit nicht. Diese haenge ich dann in Deutschland nachtraeglich an.

Abenteuer Minca
Gestern Abend sind wir schon zeitig zu Bett um heute ausgeruht eine kleine Tour nach Minca zu unternehmen.
Hat hinwaerts mit einem Taxi auch gut geklappt. In Minca haben wir dann das “Sans Souci” von Chris besucht, der sich aber zurzeit in Los Angeles aufhaelt. Seine nette Frau hat uns einen Kaffee angeboten und wir konnten in Ruhe die herrliche Aussicht geniessen.
Wieder zurueck in das kleine Dorf Minca selbst begleitete uns ihr Hund und wich uns nicht von der Seite. Von einem weiteren Aufenthalt in Minca hat uns ein starkes Gewitter abgehalten. Wir waren froh, bei diesem Gewitter einen Laster gefunden zu haben, der uns wieder mit nach Santa Marta nahm. Das natuerlich standesgemaess auf der Pritsche. Das war sehr lustig und nett, hatten wir doch Gesellschaft in Form von Schulkindern.
Die Landschaften sind sehr schoen. Was fehlt, ist ein bisschen von der Sauberkeit.
Und das Essen…
Ich als Hobbykoch hab da doch so ein paar Probleme.
Aber hungern werden wir nicht. Es gibt Alternativen.
Heute Abend treffen wir uns mit einer kolumbianischen Familie. Da freuen wir uns schon drauf.
Jetzt geht es wieder zum Baden und dann… mal sehen.

Endlich baden…
Wasser 28 Grad, Luft mindestens 32..endlich warm,
aber der Reihe nach.
Heute nur kurz soviel. Die Anreise war perfekt. Das Zimmer in Santa Marta einfach aber sauber und die Gastleute freundlich. Nach einer guten Muetze Schlaf waren wir vormittag baden. Einfach herrlich. Nachher geht es nach Taganga, morgen haben wir uns den Tayrona-Park vorgenommen.
Und Fruchtsaft gab es auch schon reichlich. Bilder folgen spaeter.
Viele Gruesse aus der Karibik.
Wolfgang + Benita

Was ist geplant?
Start ist der 14.September ab München. Es geht über Madrid-Bogota nach Santa Marta. Von dort dann “querfeldein” nach Cartagena über Medellin nach Pereira.
Am 3. Oktober startet der Rückflug ab Bogota.

Unsere Reise – Informationen für unsere Freunde und Bekannten
TayronaHallo Ihr daheimgebliebenen,
wenn wir Zeit und Muse haben stellen wir in diesen Blog ein paar Bilder und ein paar Erlebnisse während unserer Reise ein.
Hier schon mal ein erstes Bild von unserem Ziel an der Karibikküste.

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9. Dezember 2014 2 09 /12 /Dezember /2014 14:51

Nix

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